Bienensterben durch Schwermetalle

Bienensterben durch Schwermetalle

Liebe Leute!

Das Bienensterben ist ja in aller Munde – sogar US-Präsident Obama hat diese Thema heuer zu einer Angelegenheit von Nationalem Interesse erkoren. In Österreich hat das Thema im Zusammenhang mit landwirtschaftlich genützten Schädlingsbekämpfungsmitteln Schlagzeilen gemacht. Das Bienensterben wird zweifellos zu der Umweltschutzherausforderung unserer Tage!

Nun ist es auch uns ein wichtiges Anliegen und daher haben wir uns mal eingehend mit dem Bienensterben befasst.

Durch einen Standard-Artikel ……. sind auch wir auf dieses Thema aufmerksam geworden.

Aufschlussreich ist eine auf der Homepage des österreichischen Imkerbundes gefunden Arbeit, die im Zusammenhang mit Schwertall-Emission einen Erfahrungssatz der Imker bezüglich Aufstellungsorten von Bienenvölkern wieder gibt: „Bei der Standortwahl muss man auch auf mögliche industrielle Emissionen achten. Es gibt bestimmte chemische Verbindungen, die auf die Bienen toxisch wirken und sie zumindest schwächen oder töten können. Dazu gehören vor allem arsen- und bleihaltige Emissionen von Hüttenwerken und fluorhaltige Emissionen von Aluminium- und Glashütten. Die schadstoffhaltigen Aschen lagern sich auf Pflanzen und/oder in Wassertränken ab. Fluor und Arsenverbindungen schädigen das Mitteldarmgewebe der Bienen und blockieren bestimmte Enzyme. Fluorhaltige Gase können zu Atemnot führen, da sie das Tracheensystem angreifen. Außerdem können bestimmte chemische Substanzen wie Schwermetalle als Rückstände im Honig auftreten.“ [1]

Viele Gründe für das Bienensterben

Wir finden es höchst interessant, dass das große Bienensterben nicht nur durch Spritzmittel auf Feldern verursacht wird, sondern es mehrere Gründe für das Ableben unzähliger Bienenvölker gibt – und mit ein paar davon wollen wir euch jetzt bekannt machen.

Vorweg: Die fleißige Biene kann direkt über Wasser und Luft Schadstoffe aufnehmen und sie so in ihr Volk tragen. Eine Pflanze wiederum kann Schadstoffe sogar aus Wasser, Luft oder Boden aufnehmen und über Pollen oder Nektar an die Biene weitergeben. [2]

Die Luft ist mit Schwermetallen aus Industrie und Verkehr (wie etwa Cadmium) unterschiedlich stark belastet (Stichwort Feinstaub). „Diese Schadstoffe schlagen sich auch in den Honig nieder. Auffällig ist, dass die Honigtauhonige deutlich stärker belastet sind. Die Flächen auf denen Honigtau den Bienen serviert wird, sind luftexponiert. Die Nektarien in den Blüten hingegen sind gut geschützt. In Gebieten in denen vermehrt Schwermetalle ausgestoßen werden, kann sich die Belastung gerade bei den Honigtauhonigen vervielfache. Das sind Industrie-, Grossstadtgebiete oder Gebiete in der Nähe von Kehrichtverbrennung, sowie entlang von stark befahrenen Straßen. Die in diesen Versuchen aus dem Jahr 1986 […] gemessenen Werte stellen jedoch keine gesundheitliche Gefährdung dar …. … Man vermutet einen gewissen Filtereffekt durch die Bienen, denn bei den Bienen lassen sich viel höhere Belastungswerte nachweisen als in Honig.“ [2]

Also auch Schwermetalle gefährden Bienen?

In der Arbeit des Schweizerischen Zentrum für Bienenforschung kommen die Autoren jedenfalls zum Schluss, dass „Belastung aus Umwelt und Landwirtschaft jedoch eine Bedeutung auf die Bienengesundheit haben kann“ – wobei solche Effekte jedoch schwer nachzuweisen sind. [2]

Dies alles lässt vermuten, dass Honigbienen Schwermetalle einerseits durch die Luft (Feinstaub) aufnehmen, aber auch durch den Blütennektar aufnehmen könnten, woraus zu schließen wäre, dass bestimmte Pflanzen Schwermetalle aus dem Boden anreichern (siehe oben).

Wir finden das jedenfalls sehr interessant und werden weiter in diese Richtung recherchieren!

 

 

Quellen:

[1] Rosa Irene Fellner, Bienengesundheit Fachbereichsarbeit zur Wanderlehrerausbildung, 2010 auf www.imkerbund.at. Rückfragen an österreichischen Imkerbund. Gefunden in google.de am 24.07.2015.

[2] Bogdanov, Imdorf, Charrière, Fluri, Kilchenmann – Qualität der Bienenprodukte und die Verschmutzungsquellen, Schweizerisches Zentrum für Bienenforschung, Forschungsanstalt für Milchwirtschaft, Liebefeld, CH-3003 Bern, 2003, abgerufen am 28. Juli 2015 unter http://www.waswiressen.de/forum/index.php/forum/showExpMessage/id/36063/page1/6/searchstring/+/forumId/17

 

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