Der Einfluss des Klimawandels auf Schadstoffe im Boden

Ein steigender Grundwasserspiegel und höhere Temperaturen führen dazu, dass sich gebundene Stoffe immer einfacher lösen – auch jene, die vermeintlich sicher in den Straßen sitzen

Der Klimawandel und die damit einhergehenden Probleme sind nicht zu leugnen. Wie sehr sich die Veränderung des Klimas auf die Welt auswirken wird, untersuchen seit Jahrzehnten zahlreiche Wissenschaftler. Über viele Auswirkungen und deren Schweregrad ist man sich noch uneinig, aber in vielen Punkten sind sich die Wissenschaftler mittlerweile sicher: Zum Beispiel, dass die Steigerung der Temperatur auf der Erde zum Schmelzen der Polkappen führen wird.

Man ist sich mittlerweile auch sicher, dass die Sandstrände, wie wir sie aus unseren Urlaubsfotos kennen, mit der Zeit verschwinden werden. Insgesamt machen Sandstrände nämlich ohnehin nur 20% aller Küsten aus. Dies wird drastisch zurückgehen. Korallenriffe als auch Deltas, wie man sie beispielsweise vom Mississippi kennt, werden ebenfalls nach und nach verschwinden. Der steigende Meeresspiegel führt mit der Zeit auch zu einer Versalzung des Grundwassers, was sich natürlich absolut fatal auf die Landwirtschaft auswirken würde.

Ein Anstieg des Grundwassers wiederum, der durch die Klimaveränderung und die immer häufiger auftretenden Hochwasser begünstigt wird, führt dazu, dass das Wasser Baustoffe und andere Schadstoffe aufnimmt und das natürlich zur Verpestung von Böden, Gewässern und Tierwelt führt. Wie in unseren letzten Schwerpunktthemen-Blogposts erwähnt, darf in Frankreich und Deutschland beispielsweise der Einsatz von Schwermetall-Abfall im Straßenbau einen gewissen Abstand zum Grundwasser nicht unterschreiten. Sollte dieser aber immer wieder oder dauerhaft ansteigen, so ist nicht mehr gewährleistet, dass die Stoffe nicht doch in die Gewässer kommen. Auch höhere Temperaturen werden den Abrieb der Straßen durch Autos begünstigen und die Metalle somit freisetzen.

Wie man sieht, haben also all diese Veränderungen einen Einfluss auf uns unmittelbar, denn das Wasser, von dem wir alle leben, kann man sich nicht so einfach aussuchen. Es zeigt auch, dass Handlungsbedarf besteht, bestimmte Themen wieder etwas höher zu positionieren, zu bewerten und nachhaltig zu verändern.

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