Die B38 Umfahrung Zwettl – Update

Die B38 Umfahrung Zwettl – Update

Wie wir Euch bereits berichtet haben, hat die Stadt Zwettl den Bau einer mehr als 10 km langen Umfahrungsstraße in Auftrag gegeben um das Stadtgebiet vom Durchzugsverkehr zu befreien. Nachdem die Neuregelung der Recycling Baustoff-Verordnung (RBV) der Verwendung von LD-Schlacke Tür und Tor geöffnet hat, waren wir besorgt, dass auch bei diesem Projekt Schlacke verwendet wird und haben uns in Folge an die Stadt gewandt.

Wie wir mittlerweile vom Leiter des Bauprojekts erfahren haben, ist die Verwendung von jeglichen Schlackeprodukten bei der Errichtung der Umfahrung Zwettl vertraglich ausgeschlossen worden. Ein wahrer Lichtblick! Dieser Verzicht auf einen Schlackeeinsatz ist mehr als erfreulich! Endlich einmal zeigt sich, dass es nicht nur unüberlegt und kurzsichtig zugeht.

Wir bedanken uns daher für dieses best-practise-Beispiel und hoffen, dass sich andere Gemeinden und Städte bei vergleichbaren Projekten ein positives Beispiel an Zwettl nehmen!

Sowohl Unternehmen, als auch wir Konsumenten sind alle Opfer der RBV. Das Einzige was uns bleibt ist der Schrei hinaus in die Öffentlichkeit, damit viele Menschen mitbekommen was so hinter den
verschlossen Türen der Bundespolitik passiert: Jahrelang hat man an der RBV gearbeitet, nur um innerhalb kürzester Zeit eine Novelle durchzuführen, der die Verordnung erst wieder überflüssig macht, weil die Novelle eh alles erlaubt was schlecht für die Umwelt ist.

Trotz unserer Freude über das Projekt in Zwettl sind wir immer noch irritiert von der Bundespolitik und mehr noch von der oberösterreichischen Landespolitik – also den eigentlichen Verantwortlichen hinter der Verordnung: Dieser Fehler in der Gesetzgebung (den man sich immer noch nicht eingestanden hat!), der darin besteht, per Verordnung der hemmungslosen Verwendung von LD-Schlacke als Baustoff zu gestatten, hat das ganze Dilemma erst ermöglicht.

Es ist kein Recycling, schwermetallhaltige Schlacke als Straßenfundament zu vergraben oder der Deckschicht einer Straße beizumischen. Die RBV wird ihrem eigenen Namen nicht gerecht! Recycling von LD-Schlacke ist unserer Meinung nach, die darin enthaltenen Schwermetalle wieder für die  Stahlproduktion nutzbar zu machen.

Die Stadt Zwettl hat umweltbewusst und vorbildlich gehandelt. Trotzdem erlaubt die RBV die Nutzung von Schlacke – und man muss davon ausgehen, dass in anderen Projekten dann doch Schlacke verbaut werden wird. Der Neubeschluss scheint uns immer noch nicht rechtfertigbar. Man kann nur hoffen, dass bei möglichst vielen Bauprojekten freiwillig nicht auf Schlacke zurückgegriffen wird.

Die Gleichung muss lauten: Je mehr die da oben Schlacke erlauben, desto weniger machen wir von dieser Möglichkeit Gebrauch! In diese Richtung wird unsere Informationskampagne gehen! 😉

Euer Kolibri

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