Die nächste Hitzewelle kommt bestimmt

Nicht nur der Mensch leidet unter heißen Sommern, auch unsere Umwelt hat es nicht einfach, sich auf höhere Temperaturen einzustellen

Es ist nicht zu leugnen, dass die letzten Sommer teils sehr hohe Temperaturen mit sich brachten. Im Schnitt sind unsere Sommer auch heißer geworden. Ein Hitzerekord schlägt den nächsten und während sich der Mensch versucht durch Abkühlung und eingebaute Klimaanlagen vor der Hitze zu retten, haben es Tier- und Pflanzenwelt diesbezüglich nicht sehr leicht.

Dass Pflanzen unter Hitze besonders leiden, liegt auf der Hand. Ihre Blätter können bei hoher Hitze- und Sonneneinstrahlung verbrennen. Viele Pflanzen vertrocknen einfach, sofern es dazwischen nicht regelmäßig Wasser gibt. Durch die trockenen Perioden können auf diese Weise auch Wälder derart austrocknen, dass nur ein kleiner Funken reicht, um ein ganzes Gebiet in Brand zu versetzen. Bei großen Regenmassen ist nach langer Dürre der Boden nicht im Stande, viel Wasser auf einmal aufzunehmen. Die Folge davon wiederum können Murenabgänge bei Starkregen sein.

All diese Biotope haben natürlich auch eine große Anzahl an Tieren beheimatet, die durch die Hitze nicht nur weniger Wasser zur Verfügung haben, sondern auch weniger Nahrung. Auch Tiere in der Stadt, wie Vögel, leiden stark an heißen Sommertagen, weshalb auch empfohlen wird, Vögeln Tränken zur Verfügung zu stellen.

Doch die Hitze birgt auch noch eine andere Gefahr in sich: Sie kann Stoffe, die in Baumaterialien enthalten sind, lösen. Genauer gesagt führt Hitze zum Aufweichen vieler Materialien, weshalb durch leichteren Abrieb Problemstoffe in die Umwelt gelangen können. Das wiederum ist beispielsweise besonders im Sommer für Fische in Gewässern ein Problem. Durch schlagartigen Starkregen können diese Stoffe im Sommer nach großen Hitzeperioden gemeinsam mit Düngemitteln von Ackern und Feldern schlagartig in die Gewässer gelangen und dort die Tiere negativ beeinflussen, da das Gewässer sauerstoffärmer wird.

Insgesamt also sollten auch Stoffe, von denen man heute glaubt, dass sie sicher verankert sind und nicht in die Umwelt gelangen, angesichts steigender Temperaturen überhaupt aus dem Baubereich ausgeschlossen werden. Genauso wie chemische Düngemittel im Landwirtschaftsbereich.

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