Klimawandel I – Meere

Die Globale Erwärmung ist eines der wohl wichtigsten umweltpolitischen Themen, mit denen noch zukünftige Generationen zu tun haben werden. Das weltumfassende Pariser Klimaabkommen gilt als Meilenstein im Kampf gegen den Klimawandel. Nachdem die USA, eine der größten Industrienationen, den Ausstieg aus dem Abkommen erklärt hat, scheint es gut die Thematik noch einmal genauestens zu erörtern.

Eine der wohl wichtigsten Konsequenzen des Klimawandels ist der Anstieg des Meeresspiegels infolge des Schmelzens von Gletschern und dem Eis der Pole.

Der Meeresspiegel steigt nach Angaben des Weltklimarates mit zunehmender Geschwindigkeit, derzeit um mehr als drei Millimeter pro Jahr. Wissenschaftler gehen davon aus, dass der Meeresspiegel bis zum Ende dieses Jahrhunderts bis zu 3 Meter steigen kann.

Dies würde vor allem verheerende Folgen für Küstenregionen bedeuten. Bei einem Temperaturanstieg von vier Grad Celsius wären weltweit 470 bis 760 Millionen Menschen durch den höheren Meeresspiegel gefährdet. Vor allem Asien wäre von dem Effekt betroffen: Alleine in China leben 145 Millionen Menschen in überflutungsbedrohten Regionen.

Generell liegt ein Drittel aller Großstädte weltweit in Küstenregionen, natürlich mit den dazugehörigen Kraftwerken, Häfen, Feldern, Fischereien, Fabriken usw. Selbst wenn diese nicht vom Wasser direkt erreicht werden, können sich mit dem steigenden Meeresspiegel Fluten immer weiter ins Landesinnere ausbreiten und somit zukünftig auch Gebiete bedrohen, in denen es bisher noch keine Fluten gegeben hat.

Ein weiterer Effekt, den der Anstieg von Kohlendioxid in der Atmosphäre zu Folge hat, ist die Versauerung der Weltmeere. Denn parallel zu dem Anstieg von CO2 in der Luft, steigt auch der CO2-Gehalt in den Ozeanen an, was zur Säurebildung führt. Gut zwanzig Millionen Tonnen CO2 werden pro Tag von den Ozeanen aufgenommen.

Zahlreiche Organsimen, darunter Krustentiere wie Austern oder Korallen, fällt es in saurerem Wasser schwerer ihre Schalen aufzubauen. Auch Fische und Säugetiere sind von der Versauerung betroffen, wenn nicht direkt, dann zumindest indirekt: Kleinstlebewesen mit ihren Kalkskeletten bilden eine Basis der Nahrungskette. Mit ihrem Verschwinden ginge die Lebensgrundlage vieler größerer Meeresbewohner verloren. Dem gegenüber gibt es aber auch einige Arten, die genau wegen dem höheren CO2-Gehalt zu florieren scheinen.

Das Versauerungsproblem ist laut Angaben der UNO erst seit Kurzem und unzulänglich erforscht. Man weiß noch nicht gänzlich wie sich die Versauerung der Meere auswirken wird. Wie die Meereswelt auf die Versauerung reagieren werde, sei im Einzelnen ungewiss. Es ist trotz allem aber sicher, dass es negative Folgen geben wird.

Das sind nur zwei der zahlreichen Folgen, die die Erderwärmung mit sich ziehen wird. In den nächsten Wochen wollen wir noch andere Folgen des Klimawandels aufzeigen und hoffen damit Interesse für dieses wichtige Thema zu wecken.

Euer Kolibri

 

 

(Quellen: http://nymag.com/daily/intelligencer/2017/07/climate-change-earth-too-hot-for-humans.html, http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/ipcc-klimawandel-und-ozeane-ph-wert-im-meer-steigt-durch-co2-a-956022.html)

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