Klimawandel III – Gesundheit

Als nächstes in unserer Blogreihe über den Klimawandel und seine Auswirkungen, wollen wir die negativen Einflüsse auf die Bevölkerung und ihre Gesundheit hervorbringen.

Durch den Klimawandel können sich gefährliche Infektionskrankheiten in neue Regionen ausbreiten. Erhöhte Temperaturen und verstärkte Niederschläge sorgen dafür, dass sich die Verbreitungsgebiete der Erreger verschieben. In einem Bericht der Umweltschutzorganisation Wildlife Conservation Society (WCS) werden mitunter das Vogelgrippe-Virus, Cholera, Tuberkulose sowie die tropischen Krankheiten Gelbfieber und die Schlafkrankheit genannt. Bleiben kalte Winter aus, gibt es außerdem im Frühjahr mehr Tiere, an denen sich Menschen infizieren.

Letztes Jahr kam es in Sibirien erstmals seit 75 Jahren zu einem Milzbrand-Ausbruch. Der Grund dafür: Aufgetaute infizierte Tierkadaver. Die Sporen der Bakterie, die für den Ausbruch verantwortlich war, können jahrzehntelang in Kadavern im Permafrostboden überleben. Insgesamt wurden 23 Menschen mit der Krankheit infiziert und ein Kind ist gestorben.

Auch die Luftqualität könnte sich in Zukunft klimabedingt verschlechtern. Einige Hauptursachen von CO2-Emissionen, darunter vor allem der Abbau und das Verbrennen von fossilen Energieträgern, produzieren eine Menge an Luftschadstoffen. Die wichtigsten darunter sind Methan, Ruß, bodennahes Ozon und Sulfat-Aerosole. Diese beeinflussen das Klima nachhaltig; vor allem Ruß und Methan gehören nach CO2 zu den Hauptverursachern der Erderwärmung.

Luftverschmutzung ist derzeit die führende umweltbedingte Ursache für vorzeitige Todesfälle. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sterben jährlich annähernd sieben Millionen Menschen an den Folgen von Luftverschmutzung. Im Jahre 2090 werden laut Wissenschafltern mehr als zwei Milliarden Menschen Luft atmen, die über dem von der WHO als gesund anerkannten Level ist. Die Halbierung von Luftverschmutzung bis 2040 könnte unter anderem bis zu 45 Millionen vorzeitiger Todesfälle verhindern.

Die zentralen Herausforderungen im Kampf gegen die Luftverschmutzung werden zukünftig darin bestehen, die Quellen von Luftschadstoffen zu erfassen und Wege zu derer Reduzierung zu finden. Beispielsweise bei dem Thema Kraftwerke oder der Auto-Debatte arbeitet man schon heute daran, die Menge der Luftschadstoffe zu verringern.

Schon kleine Maßnahmen, wie zum Beispiel zu Fuß gehen oder mit dem Fahrrad anstatt mit dem Auto zu fahren, tragen zum Umweltschutz bei. Es ist wichtig unserer Umwelt zu helfen wo es nur geht, da die negativen Auswirkungen des Klimawandels einen jeden von uns betreffen.

Euer Kolibri

 

 

(Quellen: https://www.welt.de/wissenschaft/article2571304/Das-toedliche-Dutzend-des-Klimawandels.html, http://www.iass-potsdam.de/de/content/luftverschmutzung-und-klimawandel, http://nymag.com/daily/intelligencer/2017/07/climate-change-earth-too-hot-for-humans.html)

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