Klimawandel IV – Landwirtschaft

Der nächste große Punkt, den wir in unseren Blogs über den Klimawandel ansprechen wollen ist die Landwirtschaft. Agrar-Experten warnen, dass mit fortschreitendem Klimawandel, die Ernteerträge einbrechen werden. Vor allem sollen die Erträge von Weizen, Soja, Reis und Mais (zwei Drittel der Nahrungsenergie für die Menschheit) betroffen sein.

Pro Grad Celsius Temperaturzunahme gehen die Maiserträge weltweit um sieben Prozent zurück. Bei Weizen sind es sechs Prozent und bei Reis und Sojabohnen jeweils um circa drei Prozent.  Der Hauptgrund dafür ist, dass die Entwicklung der Pflanzen mit höheren Temperaturen beschleunigt wird. Wachstum, Blüte und Fruchtbildung laufen schneller ab und das Korn hat nicht mehr genug Zeit, um auszureifen.

Zusätzlich zu diesem Problem verschieben sich noch mit den wachsenden Temperaturen die Klimazonen; in den tropischen Zonen sind heutzutage schon zu heiß um dort effektive Landwirtschaft betreiben zu können. Man gewinnt zwar mit sich verschiebenden Klimazonen auch an für die Landwirtschaft geeignetem Land. Trotzdem heißt das noch lange nicht, dass man dieses auch problemfrei benutzen kann. Denn die Böden könnten teilweise Jahre brauchen, bis sie für den Getreideanbau optimal sind.

Demographische Untersuchungen haben ergeben, dass auch die Suizidraten von Bauern (vor allem im asiatischen Raum) zunehmen. Die Zahl der Selbstmorde in Indien hat sich seit 1980 fast verdoppelt. In einer Studie der amerikanischen Zeitschrift „Proceedings of the National Academy of Sciences of the United States of America“ wurden in diesen Gebieten Selbstmord-, Klima- und Ernte-Statistik verglichen. Immer wenn die Temperaturen so hoch waren, dass sie Ernten mindern, stieg auch die Zahl der Selbsttötungen. Hochgerechnet soll der Klimawandel in Indien fast 60.000 zusätzliche Selbstmorde ausgelöst haben.

Das Ganze ist vor allem bedenklich, wenn man berücksichtigt, dass die Bevölkerung momentan extrem stark wächst. Geht man vom schlimmsten Fall aus, kann es sein, dass bis zum Ende des nächsten Jahrhunderts die Bevölkerung um 50 Prozent wächst, wir aber 50 Prozent weniger Getreide haben um diese auch zu ernähren. Diese Prognose ist insofern beunruhigend, als dass es heute schon genügend Regionen auf der Erde gibt, in der Nahrungsknappheit vorherrscht.

Daher ist es wichtig, dass sowohl große Firmen und Betriebe, als auch Privatpersonen in Zukunft ressourcenschonender mit Lebensmitteln umgehen. Außerdem vermindert das Kaufen von regionalen Produkten überflüssige CO2-Emmissionen und andere Umweltbelastungen, die durch den Transport entstehen.

Euer Kolibri

 

 

(Quellen: http://www.deutschlandfunk.de/klimawandel-und-landwirtschaft-hoehere-ernteausfaelle-mehr.676.de.html?dram:article_id=393808, http://nymag.com/daily/intelligencer/2017/07/climate-change-earth-too-hot-for-humans.html)

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