Österreich bleifrei? Schön wär’s!

Österreich bleifrei? Schön wär’s!

Unser Landwirtschaftsminister Andrä Rupprechter möchte Österreich bleifrei machen.

Dabei hat er ein Auge auf die Jägerschaft geworfen… und auf die Sportschützen. Ganz genau nämlich auf deren Kugeln, die in Wäldern und Wiesen liegen bleiben – wodurch die Umwelt mit einem Schwermetall, nämlich Blei, belastet wird.

Ein Bleiverbot bei sämtlichen Arten von Munition soll es geben, weil Schwermetalle so schädlich für die Umwelt sind.

Das durch dieses Vorhaben einige Jagdarten unheimlich erschwert, manche sogar unmöglich werden lässt und dies eine völlige Abschaffung mancher Schießsportarten bedeutet, spielt für BM Rupprechter (der übrigens selbst Jäger ist) keine große Rolle. Denn dazu sind Schwermetalle für die Umwelt viel zu gefährlich!

Finden wir auch!

Unverständnis und Ärger unter Jägern und Sportschützen ist deshalb aber auch sehr groß – aus deren Sicht verständlich.

Was wir uns aber fragen: Wie viel größer wäre Unverständnis und Ärger, wenn ihnen bewusst wäre, dass derselbe Landwirtschaftsminister unlängst eine Verordnung erlassen hat, mit der schwermetallbelastete LD-Schlacke tonnenweise in unseren Straßen verbaut werden darf?

LD-Schlacke ist ein Abfallprodukt aus der Stahlproduktion und schwermetallbelastet. Die fachgerechte Entsorgung von LD-Schlacke ist sehr teuer. Zum Glück hat Minister Rupprechter eine Verordnung erlassen, mit der man LD-Schlacke an den Straßenbau verkaufen kann.

Die Angst bezogen auf bleihaltigen Kugeln am Boden und die Ignoranz bezogen auf schmermetallbelastete LD-Schlacke im Boden stellen in ihrem Missverhältnis zueinander dem Herrn Landwirtschaftsminister Rupprechter kein gutes Zeugnis aus.

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