„Saurer Spitz“, die Zweite

„Saurer Spitz“, die Zweite

Deponie Reutlingen, links Alteburg, oben Ohmenhausen Luftbild: Manfred Grohe

Im August 2016 haben wir bereits berichtet, dass bei der deutschen Erddeponie „Saurer Spitz“ 25.000 Tonnen nicht genehmigte Schlacke ausgebaut werden müssen, weil das Grundwasser durch die hohen Schwermetallgehalt gefährdet ist!!

In den letzten Tagen hat der Technische Ausschuss der Region darüber entscheiden, was mit diesem Material auf dem Sauren Spitz passiert. Es kam unter anderem der Vorschlag einer „Mängelbeseitigung“, bei der die Schlacke als ohnehin benötigte Trag- und Ausgleichsschicht zwischen dem alten und dem neuen Teil der Deponie wiederverwendet werden würde. Dadurch würde man anstatt eines 1,4 Millionen Euro teuren Abtransports „nur“ rund 633.000 Euro zahlen.

Der kostengünstigere Vorschlag wurde jedoch abgelehnt und am 4. Dezember wurde die Entscheidung gefällt die Erddeponie im Sinne eines Abtransports zu sanieren.

Wieder zeigt sich, wie gefährlich der Schlacke-Einsatz ist und wie teuer eine Sonderentsorgung werden kann.

Nach wie vor wundert es uns, wieso man in Österreich alles Mögliche versucht, um ganz viel LD-Schlacke verbauen zu können, wo doch alle Verantwortlichen vom Umweltminister abwärts bei unserem Nachbarn Deutschland sehen können, welche schlechten Auswirkungen die Verwendung von Hochofen-Schlacke mit sich bringt.

Wir hoffen, dass diese Herrschaften irgendwann ihren Fehler begreifen und dass vor allem die Bezirkshauptmannschaften und Bürgermeister in Zukunft weitgehend auf den Einsatz von schwermetallhaltiger Schlacke verzichten.

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