Schwermetall in Wasser und Umwelt

Schwermetall in Wasser und Umwelt

Bis heute wurde sehr viel von umweltbewussten Bürgern/innen, von gemeinnützigen Vereinen und Initiativen zur Bewusstseinsbildung der Öffentlichkeit über Gefahren durch gentechnisch veränderte und mit Antibiotika angereicherte Futtermittel für Zuchttiere beigetragen. Auch über die Umweltbelastung durch landwirtschaftlich genutzte Spritzmittel, vor allem zu dem durch Spritzmitteleinsatz verursachten Bienensterben wurde intensiv aufgeklärt. Jedoch scheint es, dass hinsichtlich potentieller Gefährdungen durch Schwermetalle auf typische Nahrungsmittel (dh auf Pflanzen und Tiere – vor allem Bienen) zusätzlicher Aufklärungsbedarf besteht!

So ist sogar im biologischen Weinbau der Einsatz von Kupferverbindungen üblich. Flächen, die seit Längerem für den Weinbau genutzt werden, weisen laut einer Studie der Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (Ages) „bereits hohe Kupfer-Gesamtgehalte auf“.[1] Kupfer ist ein Schwermetall. Wir werden dazu noch einen eigenen Blog-Beitrag erarbeiten.

Wir sind durch Recherche zum Thema Bienensterben auf die Umweltbelastung durch Schwermetall aufmerksam geworden, da auch Bienen durch Schwermetalle wie Cadmium körperlich geschädigt werden.

Auch beim Menschen können jedenfalls Schädigungen (v.a. der Nieren, der Leber und des Nerven und Blutgefäßsystems) durch erhöhte Konzentrationen von Schwermetallen hervorgerufen werden. Einige Schwermetalle haben zudem krebserregende Wirkung. Wichtigste Aufnahmepfade für Schwermetalle sind beim Menschen die Nahrung, das Trinkwasser sowie das Tabakrauchen.[2]

Schwermetall in Wasser und Umwelt

Entlang stark befahrener Straßen spült das Regenwasser besonders viele Schwermetalle in den Boden. Spezielle Weiden und Pappeln können Blei, Cadmium oder Zink regelrecht aus dem Boden saugen.[3] Welche Pflanzen saugen noch Schwermetalle aus dem Boden und nehmen diese Schwermetalle in sich auf?

Schwermetalle können auch als Stäube durch die Atmosphäre weit verteilt werden und gelangen so in Gewässer und Boden, wo sie wiederum von Gartenpflanzen oder von Tieren und Menschen aus dem Wasser aufgenommen werden können. In Gewässern werden sie schnell verdünnt und fallen teilweise als schwerlösliche Carbonate, Sulfate oder Sulfide aus, reichern sich daher in den Gewässerböden an. Wenn jedoch die Adsorptionskapzität der Sedimente erschöpft ist, steigt die Konzentration der Schwermetallionen im Wasser an.[4]

Von Chromverbindungen sind lediglich die Oxidationsstufen III und VI von toxikologischem Interesse.[5] Chrom.(VI) Verbindungen gelangen besser durch die Zellmembranen. Chrom in der Oxidationsstufe III ist für Säugetiere in größeren Mengen schädlich. [6] Lokale Einwirkung von Chromaten und Dichromaten führen akut zu Verätzungen der Haut und der Schleimhäute. Inhaliertes Chrom(VI) führt zu schlecht heilenden Geschwüren des Atemtraktes.[7] In der Oxidationsstufe VI blockiert Chrom viele Enzyme der Leber.[8]

Quellen:
[1] http://kurier.at/wirtschaft/marktplatz/pflanzenschutz-giftige-verkaufsverbote/50.583.099
[2] http://www.umweltbundesamt.at/umweltsituation/luft/luftschadstoffe/schwermetalle/
[3] http://sciencev1.orf.at/science/news/46445
[4] G. Fellenberg: Chemie der Umweltbelastung, Teubner Studienbücher, Stuttgart 1990, S 125.
[5] G. Eisenbrand und M. Metzler: Toxikologie für Chemiker: Stoffe, Mechanismen, Prüfverfahren Georg Thieme Verlag, Stuttgart 1994, S 250.
[6] N. N. Greenwood, A. Earnshaw: Chemie der Elemente, VCH, Weinheim 1990, S 1329.
[7] G. Eisenbrand und M. Metzler: aaO, S 250.
[8] G. Fellenberg: aaO, S 129.

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