Schwermetalle in Pflanzenschutzmittel auf Kupferbasis

Schwermetalle in Pflanzenschutzmittel auf Kupferbasis

Leute, wir haben zum Thema Schwermetalle ein wenig recherchiert und uns ein paar Gedanken gemacht.

Pflanzenschutzmittel auf Kupferbasis werden seit über 100 Jahren gegen Pilzkrankheiten und gegen zahlreiche Pflanzenkrankheiten im Weinbau, Obstbau, Hopfenbau sowie auf Ackerkulturen eingesetzt. Gerade im Weinbau wurden Schwermetalle als Schutz vor Oidium (Mehltau) eingesetzt.

So kommt es etwa zum Einsatz von Kupfer, einem hochgiftigen Schwermetall das in den Saftstrom geht und so auch in den Organismus von wichtigen Nutztieren wie den Bienen und natürlich auch in den menschlichen Körper, wo es irreversibel eingelagert wird. Durch die Züchtung auf höchste Leistungen ist die Pflanze noch extrem empfindlicher – wir brauchen heute 5, 6 mal mehr Kupfereinsatz als vor 70 Jahren! Damals war es die einzige Möglichkeit, heute sind die Böden bereits extrem mit Kupfer kontaminiert – das sich deutlich bei den Beikräutern zeigt, die aus vielen Weingärten bereits verschwunden sind.

Kupfer ist ein Schwermetall und wird im Boden nicht abgebaut. Ein mit Zink und Kupfer kontaminierter Boden kann nach derzeitigem Kenntnisstand praktisch nicht mehr saniert werden (Boden-Dauer-Beobachtungs-Flächenprogramm LFL Agraökologie).

Schwermetall-Kontamination des Bodens und die Folgen

Besonders eindrückliche Beispiele für den langfristig so gut wie irreversiblen ökologischen Schaden einer Kontamination bieten ehemalige Hopfenstandorte, auf die in früheren Jahrzehnten fortgesetzt größere Mengen an Kupfer im Rahmen der Fungizidbehandlung ausgebracht wurden.

Auf diesen Flächen ist nicht nur das Pflanzenwachstum eingeschränkt, sondern auch der Cu-Gehalt der Ernteprodukte derart erhöht, dass die Toxizitätsschwelle etwa für Schafe bereits überschritten ist. Weiters wurden hohe Kupfergehalte in saurem Wasser aus Hausbrunnen mit Leberschädigungen nicht gestillter Säuglinge in Verbindung gebracht. Auch bei kurzfristiger Schwermetallbelastung etwa über Zink treten bereits messbare Beeinträchtigungen der Mikrobenaktivität im Boden auf.

Die Kontamination des Bodens mit Zink und Kupfer gefährdet somit langfristig die Produktionsgrundlagen der Erzeugung von Lebensmitteln einschließlich des Wassers und stellt darüber hinaus ein unmittelbares Risiko für den Konsumenten landwirtschaftlicher Erzeugnisse dar (Futtermittel, Nahrungsmittel).

Die Gefährlichkeit der Schwermetalle liegt, wie zB. bei Arsen, Blei, Cadmium, Nickel, Quecksilber, Zink,…, zu einem in ihrer Persistenz, wodurch sie nicht oder nur schwer abbaubar sind und zum anderen in ihrer Fähigkeit sich im Boden anzureichern.

 

Quelle: Bodenschutz als Planungsaufgabe – „Die Weiterentwicklung der Raumordnung zu einer Bodenschutzplanung“, Sabine Kühner. Bildquelle: #53194075 | © Ewald Fröch – Fotolia.com

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