Schwermetalle: Risiken für die Tierwelt

Auch Tiere leiden unter einer Vergiftung und Verunreinigung von Boden und Grundwasser mit Schwermetallen

Dass besonders wir Menschen unter der Einnahme von problematischen Schwermetallen zu leiden haben, glauben wir nur, weil der menschliche Organismus in dieser Hinsicht mittlerweile gut erforscht ist und es in unser aller Interessen ist, diesen wissenschaftlich zu erkunden. Natürlich befassen sich Biologen und Umweltexperten auch mit den Folgen von Umweltschäden in der Tier- und Pflanzenwelt. Die Nahrungskette spielt hier natürlich auch eine Rolle: die Gesunderhaltung der Tier- und Pflanzenwelt liegt im Interesse der Menschheit, da wir von ihr abhängig sind.

So weiß man beispielsweise, dass bei Inuit seit Jahren Krankheiten und Geburtsfehler steigen, was viele Wissenschaftler mit dem verstärkten Vorkommen von Quecksilber in den arktischen Gebieten erklären. Fisch, eine Hauptnahrungsquelle der Inuit, ist hier der Überbringer, der das Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen steigen lässt. Bei uns wäre das alleine schon Gemüse aus nicht-biologischer Landwirtschaft, da Düngemittel oftmals ebenfalls Schwermetalle enthalten.

Für Tiere, die damit in Berührung kommen bzw. das Schwermetall aufnehmen, läuft der Kreislauf ähnlich wie beim Menschen ab, allerdings sind die unmittelbaren Auswirkungen einzelner Schwermetalle kaum erforscht. Einzelnes macht sich meist dann bemerkbar, wenn der Mensch betroffen ist. So hat man in der Schweiz festgestellt, dass durch jahrzehntelanges Beimischen von Zink und Kupfer in das Kraftfutter für die Tiere, der Gehalt im Boden um zehn Prozent gestiegen ist. Alleine, weil Kuhmist als Dünger für den Boden verwendet wird.

Tiere brauchen, je nach Art, ebenso unterschiedliche Mineralstoffe und Spurenelemente, die sie normalerweise in ihrer natürlichen Nahrung bekommen. Da Tiere aber ebenfalls Futter von unseren Böden essen und teilweise sogar noch belastende Stoffe untergemischt bekommen, verlassen diese Stoffe deshalb noch nicht den Kreislauf. Krank macht es auf Dauer sicher auch Lebewesen, was man von Fischen und Walen im Zusammenhang mit Quecksilber kennt.

Um Abhilfe zu schaffen, forscht man natürlich auch in die Richtung, sich Pflanzen und deren Speicherfähigkeit zu Nutze zu machen. So gibt es beispielsweise ein Universitätsprojekt aus Hannover, in dem Pflanzen gezüchtet werden, die Schwermetalle speichern können

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