Was einen gesunden Boden ausmacht

Immer wieder ist von “gesundem Boden” die Rede und doch wissen die wenigsten, was einen solchen Boden ausmacht und wann er krank wird. Welche Auswirkungen hat der Boden auf uns Menschen?

Nicht nur in der Landwirtschaft wird immer wieder von der Wichtigkeit eines gesunden Bodens gesprochen. Auch für Umweltschützer und Politiker ist die Gesunderhaltung des Bodens ein großes Anliegen. So einfach ist das Thema allerdings nicht, wie es oft (zurecht) vereinfacht dargestellt wird. Dahinter steckt nämlich ein relativ komplexes System – aus Mikroorganismen und vielen Umweltfaktoren, die mitspielen. Auch die Landwirtschaft trägt ihren Anteil dazu bei, den Boden gesund zu erhalten und den Anbau so natürlich wie möglich zu gestalten. Denn – und hier sind wir schon beim ersten Punkt – der Einsatz von Giften wirkt sich natürlich ebenfalls auf die Gesundheit des Bodens aus.

Zunächst kann man das Thema Boden aus globaler Sicht betrachten und wird feststellen, dass sich viele Experten einig sind, dass Wasser und Boden immer rarer werden. Deshalb ist der Erhalt nutzbaren Bodens, den man für die Landwirtschaft einsetzt, von großem Interesse für alle Menschen.

Auf kleinerer Ebene ist der Boden natürlich ein Biotop unterschiedlichster Lebensräume. Auf nur wenig Fläche leben mehrere Millionen Bakterien, Insekten, Würmer. Diese gilt es zu erhalten, was für die Landwirtschaft aufgrund des Drucks von Ertragssteigerungen problematisch ist und es deshalb – zum Nachteil des Bodens – zum Einsatz problematischer Chemikalien kommt.

Vielerlei wird dem Boden auch zu wenig Zeit zur Erholung gegeben, was wiederum wirtschaftliche Gründe hat. Doch ein “kranker” Boden, der entweder zu arm an den “guten Stoffen” oder zu reich an problematischen Elementen hat, wirkt sich dann in weiterer Folge auch auf Ernteerträge und Qualität der Ernte aus.

Abhilfe könnte man dem schaffen, in dem man mehr kompostiert und Biomasse, wie beispielsweise abgeschnittene Pflanzenteile, liegen lässt. In der Bio-Landwirtschaft ist das ein großes Thema. Auch ist fast jedermann bekannt, dass der Bauer besser fährt, wenn er immer wieder unterschiedliche Sachen auf einem Feld anbaut, damit der Boden sich besser erholen kann.

Doch auch die Qualität des (Regen-) Wassers und menschliche Einflüsse, wie zum Beispiel Chemikalien, die direkt oder indirekt (z.B. durch den Bau einer Anlage) eingesetzt werden, haben einen Einfluss darauf, wie sich die wichtigen Mikroorganismen im Boden verhalten und welchen Weg sie einschlagen. Nicht zuletzt führen wir uns diese Stoffe in Form von Nahrung wieder zu.

Neben Initiativen einzelner Unternehmen gibt es natürlich auch die Bestrebung, von politischer Seite den Boden zu schützen. Dazu zählen aber nicht nur Maßnahmen in der Landwirtschaft, dazu sollte man auch die Unternehmen, die den Boden gefährten, in die Pflicht nehmen. So hat sich Österreich in einem gemeinsamen Vertrag mit anderen Ländern des Alpenraums dazu verpflichtet, den Boden zu schützen. Dieser Verpflichtung müssen wir noch besser gerecht werden.

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