Wenn Schwermetalle zum Problem werden

Spurenelemente sind für Menschen notwendig. Doch bei höherer Konzentration und Aufnahme in den Lebensmittelkreislauf können Schwermetalle schwere gesundheitliche Schäden anrichten. Doch wie kommen die Metalle überhaupt in den Boden?

Immer wieder wird berichtet, dass Böden und Gewässer mit Schwermetallen “verunreinigt” sind. Das Problem ist nicht, dass es dem Boden dadurch schlecht geht, sondern, dass diese Metalle in weiterer Folge in das Wasser und somit auch in unseren Nahrungskreislauf gelangen. Nicht umsonst warnen Experten immer wieder auch vor dem Verzehr bestimmter Fischarten oder Meeresfrüchten. Hervorzuheben sind hier besonders Chrom IV, Arsen, Blei, Kobalt, Nickel, Palladium, Thallium und viele weitere.

Nicht alle dieser Metalle sind karzinogen (krebserregend), aber bei vielen gibt es zumindest Hinweise, dass sie mit dem Wachstum von Krebszellen in Verbindung stehen (z.B. Aluminium, das Brustkrebswachstum fördern könnte). Bei Aufnahme dieser Stoffe verhindert die “Sättigung” mit diesen Metallen die Aufnahme von wichtigen Spurenelementen wie Eisen oder Zink, das wir zum Leben brauchen. Autoimmunerkrankungen und Nervenkrankheiten können hier die Folge sein.

Doch die Verunreinigung von Lebensmitteln mit teilweise schwer bedenklichen Metallen ist auch für die Landwirtschaft und in weiterer Folge für KonsumentInnen ein Problem. Wenn Böden zu stark verunreinigt sind, müssen sie in mühsamen und teuren Verfahren abgetragen werden. Das Abtragen von Böden ist besonders für Bauern ein Kosten- und Zeitfaktor. Denn rückgängig machen kann man diese Art der Verunreinigung nicht mehr. Der Boden bzw. die Erde muss dann auch so entsorgt werden, dass keine weitere Verunreinigung möglich ist.

Einer der größten Schwermetallsünder ist die Industrie. Schon vor Jahrzehnten wurden hier aus umweltpolitischer Überlegung immer wieder diskutiert, was dazu geführt hat, Regulierungen, Mechanismen und ordentliche Abgaben für die Entsorgung zu installieren. Das Problem ist, dass Abfallstoffe aus der Industrie trotzdem immer noch nicht so entsorgt werden, dass sie quasi in Quarantäne gehalten werden. Im Gegenteil: Die Industrie macht mit dem Schwermetall sogar noch Profit, denn es wird für den Straßenbau immer noch eingesetzt. Die österreichischen Regierungen der letzten Jahrzehnte haben es verabsäumt, dem einen Riegel vorzuschieben. Besonders ungut fällt hier Schlacke auf – ein Abfallstoff in der Metallindustrie, der verarbeitet im Straßenbau dazu führt, dass benachbarte Felder und Gärte mit Schwermetallen verseucht werden. Ein Albtraum für Bio-Konsumenten.

Was Österreich in den letzten Jahren verabsäumt hat und wie andere Länder vorbildlich damit umgegangen sind, erfährt ihr in unserem nächsten Blogpost, wo wir das Thema der Schlacke und der damit verbunden Gefährdung für KonsumentInnen aufgreifen und veranschaulichen.

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